Studium nach der Ausbildung fĂŒr Industriekaufleute

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Nach dem Abschluss der Ausbildung können Industriekaufleute nicht nur in den Berufsalltag einsteigen, ihnen steht auch die Möglichkeit eines Studiums offen. Infrage kommen dafĂŒr vor allem StudiengĂ€nge mit einer wirtschaftlichen oder kaufmĂ€nnischen Ausrichtung.

Typischerweise erlaubt eine abgeschlossene Ausbildung anschließend ein Studium an einer Fachhochschule. Mit dem Erreichen der allgemeinen Hochschulreife, kann ein Industriekaufmann oder eine Industriekauffrau auch fĂŒr ein Studium an einer UniversitĂ€t zugelassen werden. Der Weg ĂŒber die Fachhochschule ist aber der typische. Als mögliche StudiengĂ€nge bieten sich beispielsweise folgende Alternativen an:

Betriebswirtschaftslehre

BWL ist der Klassiker unter den WirtschaftsstudiengĂ€ngen und daher auch fĂŒr Industriekaufleute sehr typisch. In der Regel erfolgt das Studium heute zunĂ€chst als Bachelor, bei Interesse lĂ€sst sich anschließend der Master machen. Inhaltlich bietet der Studiengang ein breites Spektrum an Inhalten, sodass die Studenten praktisch zu wirtschaftlichen Allroundern ausgebildet werden. Im Mittelpunkt der Betriebswirtschaftslehre steht die Analyse von wirtschaftlichen Strukturen und Prozessen sowie die Entwicklung von Problemlösungsmechanismen. Es geht also nicht nur allein um die Arbeit mit Zahlen und Fakten, von den Studenten ist auch KreativitĂ€t bei der Lösung von Problemen gefragt.

Das breite Spektrum des Studiengangs wird auch deutlich, wenn man einmal einen Blick auf die Inhalte wirft. Im Studienplan finden sich Themen wie Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Finanzierung, Rechnungswesen, Produktion, Marketing, Management, Statistik, Personalwesen, Wirtschaftsmathematik, Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften wieder. Typischerweise erfolgt zunĂ€chst einmal eine allgemeine Ausbildung der Studenten. Im Verlauf des Studiengangs sind da Spezialisierungen möglich, in denen bestimmte Themen dann vertieft werden. Hier können die Studenten sich fĂŒr die Richtungen entscheiden, die sie bevorzugen. Mitunter geschieht dies aber auch erst im Master-Studiengang.

Industriebetriebswirtschaft

WĂ€hrend die Betriebswirtschaftslehre etwas weiter gefasst ist, kommt der Studiengang Industriebetriebswirtschaft den Inhalten etwas nĂ€her, die der Industriekaufmann oder die Industriekauffrau bereits wĂ€hrend der Ausbildung gelernt haben. In vielen FĂ€llen handelt es sich bei dem Studiengang aber erst um einen Master-Studiengang. Um diesen aufnehmen zu können, ist ein zuvor abgeschlossener Bachelor Voraussetzung. Es ist also meist notwendig, ein vorzugsweise ingenieurwissenschaftliches Studium im Bachelor zu studieren und sich dann im Master-Studiengang fĂŒr Industriebetriebswirtschaft zu entscheiden.

Der Fokus des Studiengangs liegt auf der Ausbildung von ManagementkrĂ€ften fĂŒr die Industrie. Nach dem Abschluss des Studiums sollen die Absolventen alle wichtigen Kenntnisse und FĂ€higkeiten haben, um einen Industriebetrieb zu fĂŒhren. Zu den Inhalten gehören beispielsweise Produktionswirtschaft, Marketing, Finanzmanagement, PersonalfĂŒhrung und Wirtschaftsrecht. Das Studium bietet sich also vor allem fĂŒr Industriekaufleute an, die einmal FĂŒhrungspositionen in einem Industrieunternehmen ĂŒbernehmen und eventuell sogar in die oberste Chefetage aufsteigen wollen.

Wirtschaftswissenschaften

Das Studium der Wirtschaftswissenschaften Àhnelt dem der Betriebslehre, beinhaltet aber auch viele Inhalte der Volkswirtschaftslehre. Neben den wirtschaftlichen ZusammenhÀngen in einem Unternehmen werden daher auch die wirtschaftlichen Sachverhalte beziehungsweise ihre Auswirkungen auf die Individuen oder die Gesellschaft untersucht. Studenten können sich auch hier im Laufe des Studiums spezialisieren und sich stÀrker auf BWL oder VWL fokussieren.

Der Studiengang vermittelt ein breites ökonomisches Wissen, sodass Studenten nach dem Abschluss fĂŒr viele Berufszweige qualifiziert sind. Auch der Weg in die Forschung steht ihnen im Anschluss offen. Zu den vermittelten Inhalten wĂ€hrend des Studiums gehören zum Beispiel Wirtschaftsrecht, WirtschaftspĂ€dagogik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftsethik oder Versicherungswirtschaft. Zudem kommen die klassischen BWL-Felder wie Marketing, Rechnungswesen, Personalwesen oder Management.

Business Administration

Wer nach dem Abschluss der Ausbildung bereits weiß, dass er einmal in das Management wechseln möchte, fĂŒr den könnte der Studiengang Business Administration ideal sein. Das Studium ist konkret fĂŒr die ManagertĂ€tigkeit ausgelegt und daher auch sehr praxisnah aufgebaut. Die Studenten werden immer wieder mit konkreten Problemen und Fragen konfrontiert, die direkt aus dem Berufsalltag stammen. Ihnen wird aufgezeigt, wie sie typische Probleme als Manager angehen und Lösungsmechanismen entwickeln.

Rein inhaltlich gibt es viele Überschneidungen mit dem BWL-Studium, dazu kommen volkswirtschaftliche Grundlagen. Dementsprechend finden sich FĂ€cher wie, Controlling, Buchhaltung, Logistik, VWL Grundlagen, BWL-Grundlagen, Mathematik, Statistik, Marketing und Kostenmanagement auf dem Stundenplan wieder. Allerdings liegt der Fokus bei der Lehre, wie erwĂ€hnt, auf einer spĂ€teren ManagertĂ€tigkeit. Aus diesem Grund gehören auch Themen wie VerhandlungsfĂŒhrung, Rhetorik, PrĂ€sentation, Unternehmenspsychologie und Krisenmanagement zum Lehrplan.

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