Einstellungstest Wissen / Fachvokabular – Industriekaufmann

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Aufgrund der vielen Vorteile einer Ausbildung zum Industriekaufmann ist die Konkurrenz bei einer Bewerbung nicht selten groß. Um die Zahl der Bewerber zu verkleinern und die besten Kandidaten zu finden, setzen viele Unternehmen auf einen Einstellungstest.

In der Regel werden die Bewerber nach einer abgegebenen schriftlichen Bewerbung zum Einstellungstest geladen. Hier müssen sie verschiedene Aufgaben lösen, wobei die Dauer und der Umfang der Tests je nach Unternehmen unterschiedlich sein können. Bei den Fragen geht es unter anderem darum, das bereits vorhanden Wissen zu kaufmännischen Themen zu überprüfen. Aus diesem Grund wird oft auch Fachvokabular abgefragt. Dazu kommen Fragen rund um das Allgemeinwissen der Teilnehmer sowie Aufgaben zu den Sprachkenntnissen, zum logischen Denken und mathematische Aufgaben.

Fragen zum Fachwissen

Als Industriekaufmann oder Industriekauffrau wird man zu einem Allrounder in der Betriebswirtschaftslehre ausgebildet. Allerdings erwarten viele Unternehmen, dass sich Bewerber in dem Bereich zumindest schon etwas auskennen. Zu tief will man in die Materie meist nicht einsteigen, weshalb oft Fachvokabular abgefragt wird. So gehen die Unternehmen davon aus, dass sich Interessenten für eine Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann mit gängigen Begriffen beziehungsweise Fachvokabular aus der BWL vertraut sind.

Sehr beliebt beim Thema Fachvokabular ist beispielsweise die Erklärung der verschiedenen Bereiche, die später in der Ausbildung eine Rolle spielen. So wird gern einmal von Bewerbern verlangt, zu beschreiben, worum es sich bei Dingen wie Controlling, Rechnungswesen, Marketing oder Personalwesen handelt beziehungsweise was man dort genau tut.

Dies ist aber nicht das einzige Fachvokabular, das in einem Einstellungstest abgefragt werden kann. Um sich optimal vorzubereiten, ist es eine kluge Idee, sich mit gängigen Begriffen vertraut zu machen, die man häufig im Alltag hört. Dazu können zum Beispiel Abkürzungen wie GmbH oder AG zählen. Ebenfalls gern gefragt sind Dinge wie Break-Event-Point, der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn oder die Arten von Kaufverträgen. Eine gute Möglichkeit, um sich mit solchem Fachvokabular vertraut zu machen, ist das Schauen von Nachrichten. Immer wenn ein Begriff rund um die Wirtschaft kommt, mit dem man nicht vertraut ist, sollte man diesen nachschlagen. Auf diese Weise eignet man sich nicht nur Fachvokabular, sondern auch Wissen an.

Allgemeinwissen im Einstellungstest

Die Fragen zum Thema Wissen in einem Einstellungstest müssen sich nicht ausschließlich um das spätere Ausbildungsthema drehen. Die Unternehmen sind auf der Suche nach Auszubildenden, die eine gute Allgemeinbildung haben und sich für ihre Umwelt interessieren. Daher drehen sich die Wissen-Fragen oft um die unterschiedlichsten Themen.

Klassische Beispiele sind auch hier die Erklärungen von Abkürzungen. Besonders gern wird nach Parteienkürzeln und ihrer Bedeutung gefragt. Aber auch im kulturellen Bereich muss ein Bewerber oft sein Wissen in einem Einstellungstest unter Beweis stellen. Fragen zu bekannten literarischen Figuren oder berühmten Autoren oder Komponisten mögen auf den ersten Blick nicht unbedingt mit der Ausbildung zum Industriekaufmann zu tun haben, in einem Einstellungstest sind sie aber trotzdem oft zu finden.

Die Aufgaben beziehen sich zudem gern einmal auf aktuelle Ereignisse. Hier stehen besonders politische oder wirtschaftliche Dinge im Vordergrund. Es ist also immer eine gute Idee, in den Wochen vor dem Einstellungstest die Nachrichten genau zu verfolgen und vielleicht auch einmal häufiger einen Blick in die Zeitung zu werfen. Am Ende kann eine Information, die man so aufschnappt, den Unterschied im Test ausmachen.

Mathematikkenntnisse gefordert

Die kaufmännische Ausbildung für Industriekaufleute kommt nicht ohne Mathematik aus. Dies spiegelt sich ebenfalls im Einstellungstest wieder, wo neben Wissen und der Kenntnis von Fachvokabular auch die Mathematikfähigkeiten überprüft werden. Neben klassischen Grundrechenarten kann es hier auch einmal etwas spezieller werden. Ein klassisches Beispiel sind Aufgaben rund um den Gleichgewichtspreis. Hier werden den Testteilnehmern Nachfrage und Angebot an einem konkreten Beispiel beschrieben. Aus den Informationen lassen sich eine Angebotsfunktion und eine Nachfragefunktion bilden.

Die Aufgabe ist es nun, den Gleichgewichtspreis zu finden. Wer mit dem Begriff nicht vertraut ist, könnte eventuell Schwierigkeiten bekommen. Letztendlich geht es aber nur darum, den Schnittpunkt der beiden Funktionen zu finden. Beide Funktionen müssen dafür gegenübergestellt und nach dem Preis aufgelöst werden. Eine Rechnung, mit der viele Bewerber aus der Schule vertraut sein sollte und die relativ einfach lösbar ist, sobald man weiß, was genau gesucht ist.